Sie wurde stumm, dann rot und fragte nicht mehr weiter, sie stand hinter ihm, gebeugt über seine Schulter, ihre massigen Brüste berührten seinen Rücken, sie blickte dabei auf bunte Dinge und ebensolche Kabel, drapiert auf einem Metallsteckbrett, auf seinem Schreibtisch, einem Geschenk der Großeltern zur Firmung, Pressspan in Kieferoptik, grottenhässlich, aber im Trend der Zeit.
Kategorie: März 2019
Kreuzworträtsel

Ich bin nur der Schalter…
… Ich hab nichts gemacht
In Halle B ist plötzlich Stille. Behandschuhte Hände, die gerade noch zugreifen wollten, schweben ratlos in der Luft. Der zu Greifende unerreichbar VORSICHT ZERBRECHLICH Der Karton auf dem Band. Ein Karton ist ein Karton ist ein ACHTUNG SCHWER und eine in Pappe eingeschlagene Welt, denkt der Karton. Während die Bänder still stehen. Die Choreographie der Arbeit für 9.46€/h ist unterbrochen, als hätte der Korrepetitor einen Herzanfall —- —-
Tresenbingo
Begib dich an einen Tresen deiner Wahl (Ein Glas Wein/Ein Glas Bier erhältst du als Gewinn jedoch nur in BL/NBL/Subbotnik). Sei aufmerksam! Fällt in deiner unmittelbaren Umgebung eine Aussage aus dem unten stehenden Bingofeld, streiche sie ab. Hast du eine Reihe voll (Eine Reihe = vier Aussagen in einer vertikalen, horizontalen oder diagonalen Linie), hast du gewonnen.
Subbview

Reissig und Völker müssen reden (7)
– Die letzte Tresenbesteigung des TV
– dissoziierend
Für diese Ausgabe ihrer Konversationsreihe trafen sich Rising Reißig (Arzt und Gastwirt, Sachse) und Timm Völker (Patient und Musiker, Sachsen-Anhalter) am Tresen des NeuBierLandes. Ihrer selbst auferlegten Doktrin folgend, versuchten sie am Thema der Ausgabe dran zu bleiben und eisernen Widerstand gegen den inneren Drang Phantasmagorien zu bilden, anzukämpfen. Ob sie diesen Kampf gegen sich selbst bestehen, entnehmen Sie bitte dem folgenden Gesprächsausschnitt:
Gib mal deine Handynummer
… oder traumhafte Elektronik
1010101010101010101010101010101
I like to think
(right now, please!)
of a cybernetic forest
filled with pines and electronics
where deer stroll peacefully
past computers
as if they were flowers
with spinning blossoms.
Wenn Elektriker träumen
– ein Gespräch mit Jürgen Aehle
Wenn Sie öfter am späten Nachmittag auf ein erstes Bier ins NBL einkehren, ist er Ihnen vielleicht schon aufgefallen: Ein Mann mit gegerbtem Gesicht, einer Tasse Kaffee und Zigaretten vor sich am Tresen. Meist schweigsam, manchmal auch redselig. Dieser Mann heißt Jürgen Aehle. Ein Elektriker, Jahrgang 1955 geboren in Zschortau und zuhause in Leipzig, ohne dessen Hilfe der Eckladen und das NBL ziemlich dunkel bleiben würden. Im folgenden Gespräch erzählt Jürgen von der Wendezeit und welcher Traum für ihn im NBL wahr geworden ist.
Call the doctor
… oder die Langeweile als hinreichender Grund
Eigentlich sollte sich an dieser Stelle ein Interview über generative Musik befinden. Ich hatte vor, mit einem Menschen zu sprechen, der mich schon seit einiger Zeit durch seine Skills in VCV-Rack beeindruckt. Für alle, die nicht wissen, was es mit dieser fancy Tech-Deutsch-Neusprech-Vokabel auf sich hat, sei kurz umrissen, dass es sich um eine Open-Source-Software handelt, die auf einer recht puristischen Oberfläche das unfassbar breite Spektrum modularer Synthesizer-Systeme emuliert, aber das sei nur am Rande erwähnt, ohne der Tiefe von Software und Materie in meinen Erklärungen auch nur annähernd gerecht zu werden.
