… oder traumhafte Elektronik
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I like to think
(right now, please!)
of a cybernetic forest
filled with pines and electronics
where deer stroll peacefully
past computers
as if they were flowers
with spinning blossoms.
Als ein Uberfahrer am Flughafen von Jakarta parkt, ist er derselbe Mensch, der noch vor einem Jahr in einer Riksha saß. Die nicht mehr mit mir spricht, ruft mich auch nicht an. Was nützen mir die Bitcoins, die ich nicht habe. Die Bäume fallen schneller. In Japan fahren die Leute Schnellzug. Der menschliche Geist ist noch immer damit beschäftigt, sich die Wunden nach dem Schlag zu lecken, der ihm versetzt wurde, als Galileo in die Sterne sah und ihm augenscheinlich wurde, dass die größte Selbstverständlichkeit, die Sonne umdrehe die Erde, wie Sand durch seine Finger rannte. Die daraus abgeleiteten Folgen für das Verhältnis von Menschen und Natur, dass der sinnlichen Wahrnehmung zweiterer durch ersterer nicht zu trauen sei, führt uns zu Descartes: Alles ist zu bezweifeln. Und da liegen sie nun, einer dümmer als der andere aussieht: aus dem Mutterleib vertrieben, der Nestwärme des Geglaubten beraubt und beginnen nur langsam, durch Wisschenschaft und Technik, sich der Gesetzmäßigkeiten der Natur vertraut und diese für sich urbar zu machen. Der Blick auf die Erde als Ganzes, von außen, ermöglichte ihr zerhacken in methodologisch erfassbare Einzelteile, groß genug für einen einzelnen Kopf, Hüter des Fachgebiets. Die so zergliederte Welt sollte in dem großen Kraftakt der Denkenden, der die Wissenschaft ist, endlich ein Ort werden, in dem man nach Belieben die Götter totschlagen und mit einem Lächeln auf den Lippen Ich sagen dürfen sollte. Es stellte sich ungünstigerweise heraus, dass der Fortschrittsoptimismus, mit dem die zweite Hälfte des 19ten Jahrhunderts anhob, nur bedingt begründet war. Dies hat zwei Ursachen. Erstens sind die Wunder der Technik nicht nur dazu geeignet von Mühsal und Plackerei zu befreien, das Schöne verallgemeinerbar zu machen, sondern machen sich mindestens ebenso hübsch beim Zerschlagen alles Dagewesenen, sei dies Kultur, von Menschenhand geschaffen oder Natur, wie man sie vorfand. Zweitens eilt die Technologie dem Menschen vorraus. Das Tempo, in dem Lebenswelten aus den Angeln gehoben, Abermillionen produktive Subjektivitäten an den Fließbändern in den Schmelztiegel geworfen, die vorher wage Zeit getaktet, das vorher in unendlich vielen Formen Dagewesene vergleichbar gemacht wurde, war für den behäbigen, gerade aus dem Mutterleib vertriebenen Patienten, sagen wir: im einzelnen nicht förderlich. War die Technologisierung des Alltags und der Produktion mit dem großen Ziel angetreten zum wirklichen Leben Zeit zu schinden, so finden sich unter den verunsicherten Individuen, die dieses Umstands Nutznieser werden sollten, in Scharen jene, die mit dieser Krone nicht gekrönt werden wollen. Jedenfalls nicht in dem Sinne, in dem die großen Fortschreiter dies gern gehabt hätten: zur Beschäftigung mit dem Höheren, zum Hinterfragen des Ichs, zur inneren Einkehr, zu Spiel, Achtsamkeit und einem reflektierten Hedonismus. Ist Technologie und ihre gesellschaftliche Einhegung dann nur die effizientere Barbarei? Die Einen wollten schlicht in den Mutterschoß zurück – etliche Male liest sich die Bibelstellte über das Glücklichsein “wie die Blume auf dem Felde” in den Vorworten bürgerlicher geisteswissenschaftlicher Werke – wenn keiner mehr schuften muss, ist immer Sonntag. Nur liegt es sich nicht gut in einem Schoß aus Drähten. Wer träumt noch von anderen Menschen ohne auf sein Telefon zu schauen? In hundert Jahren werden sie sagen: Die dachten die Sehnsucht hat einen Touchscreen.
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(MP)