
EDITORIAL
Liebe Lesegemeinde!
Wir möchten Euch in aller Form recht herzlich beglückwünschen. Wenn ihr dieses Heft in den Händen haltet, habt Ihr den programmierten Wahnsinn in Form von Weihnachten und Silvester zumindest physisch überlebt. Nun habt Ihr die Chance mit einer häppchen weise vorgenommenen Resozialisierung im Kiez annähernd zur gewohnten körperlichen Fitness, nebst hier und dort eingebüßter, psychischer Stabilität zurückzufinden.

HEIMAT REDAKTION
Krützeldarmöpffft!
(Das ist onomatopoetisch für: Wo fange ich an?)
Hier ein diskreter Einblick in die redaktionsinterne Kommunikation anläßlich des Schwerpunktthemas »Heimat« sowie des dort veröffentlichten Beitrages TV und RR müssen reden (04). Dort heißt es als Bildunterschrift in SOW 12/2018:
»TV unterstreicht seine Aussage am Grab des F. Nietesche«.
Interview “Über Politik, Religion und Fussball redet man nicht“
– ein Interview mit der brasilianischen Künstlerin Bárbara Telles Vieira über Gewalt, Kunst und Idiotie in Brasilien.
Ja, es ist möglich: Du gehst einen knappen Kilometer durch den kalten Regen und erfährt aus erster Hand etwas über die Zustände am anderen Ende der Welt. Wer sich bis sich bis jetzt noch nicht damit beschäftigt hat, was zur Zeit in Brasilien geschieht, dem bietet sich mit nachfolgender Unterhaltung eine Chance.
Interview “Über Politik, Religion und Fussball redet man nicht“ weiterlesen
Der Stoff, aus dem die Träume
Dieses Mal wird alles besser mit dem Interview! Habe ich mir zumindest vorgenommen. In der letzten Ausgabe – dem aufmerksamen Leser »Genderstar plus Gendergap« wird es nicht entgangen sein – habe ich mich ja, still und heimlich, ganz um diese ehrenvolle Aufgabe gedrückt.
REISSIG UND VÖLKER MÜSSEN REDEN (5)
– Heimatdrogen im Mutterleib
Für diese Ausgabe ihrer Konversationsreihe folgten Rising Reißig (Arzt, Vater, Gastwirt und Leibesfrucht) und Timm Völker (Musiker, Sohn, Patient und Leibesfrucht) einem äußeren Drang und wagten sich ganz nach oben auf ein Dach in Plagwitz. Sie nahmen auf einem NVA-Hocker und einem alten Gartenstuhl Platz und bemühten sich sehr am Thema der aktuellen Ausgabe dran zu bleiben und gegen ihren Drang Phantasmagorien zu bilden anzukämpfen. Ob es ihnen diesmal gelungen ist, entnehmen Sie bitte dem folgenden Gesprächsauschnitt.
STÄDTEMEINUNG 0—3
Eine vierstufige Kopfreise an Orte, die prägten.
0
Ich komme aus Halle. Und immer wenn ich da bin, erinnern mich die Orte an Erlebnisse aus der Vergangenheit – vorrangig Kindheit und Adoleszenz. Hier habe ich die B-52 in 1:72 gekauft, da bin ich mit dem Fahrrad auf den Rollsplitt geknallt, dort bin ich im Herbst mit dem Rennruderboot ins Wasser gefallen.
BETONMISCHER
Da fuhr der Betonmischer
Über die Brücke in die Stadt
Um die letzte Baulücke zu schließen
Die Krähe bewacht den Kieshügel
Kneipensprüche
