Editorial Oktober 2018

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Wir weisen freudig auf die neurecherchierten Inhalte dieser Ausgabe hin. –
Interviews mit Künstlern, Philosophen, Ärzten, Festivalveranstaltern, dazu freie Gedanken, Poeme und jede Menge Konzert-, Radio- und Vernissagetermine.
Viel Spaß beim Lesen und Realitätsabgleich! Und herzlich willkommen in unseren Kulturhäusern! Auf geht‘s!

Die Redaktion

Briefe aus der Ferne

IN BERNAU ankommend, ergab sich die Schwierigkeit, den von Norden kommenden meteorologischen Widerstand zu brechen. Unsere Kräfte reichten dazu bei weitem nicht aus, weshalb wir uns für ein Ausweichmanöver nach Westen entschließen und über Wandlitz drehend nach Osten auf Biesenthal vorstoßen und dort unbehelligt Richtung Norden unserem ursprünglichen Operationsplan folgen können. Briefe aus der Ferne weiterlesen

Kurze Knackupunktur

zum Thema: Falsche Influenza vom Netz auf die Straße!

Auf einem der zur Zeit beliebtesten „Sozialen Netzwerke“ erfreut sich ein Roboter stetig wachsender Beliebtheit. Die künstliche Intelligenz M. erzieht mit jugendlichen Schnappschüssen aus dem Jetset-Leben eines Avatars ihre Fangemeinde von schlappen 1,4 Millionen Personen zu ausgewachsenen Narziss-ten und Narzisstinnen und wirbt zwischen Selfies und subtilen Lifestyle-Dogmen für Prada und Menschenrechte. Kurze Knackupunktur weiterlesen

Kunst im NBL

MigraPhone, a MegaPhone for Migrants.

MigraPhone ist eine Band und zugleich eine Medienplattform. Die Band spielt sowohl traditionelle marokkanische Gnawa Musik mit jazzigem Fusion-Hauch als auch eigene Interpretationen Bob Dylans. Migraphone ist auch eine videojournalistische Arbeit für dokumentarische Beiträge und Reportagen über Künstler und Kulturvermittler mit Migrationshintergrund, mit dem Ziel, einerseits die Kommunikationsbedürfnisse von Migranten in Deutschland zu decken und andererseits, entgegen der verzerrten Darstellung der Mainstreammedien, künstlerisch aktive und kulturbereichernde Migranten ins Licht zu rücken. Kunst im NBL weiterlesen

Mein Bauch gehört uns

Als ordentlicher Schankbetrieb – kurz als Ort der Kultur – sind wir es gewohnt, von unseren Anhängern gefeiert und den Nachbarn gehasst zu werden. Obwohl jede einzelne der uns spontan dargebotenen Sympathie- beziehungsweise Hassbekundungen für sich genommen schon eine unschlagbare Einzelperformance darstellt, entstammen sie allesamt einer diffusen Gefühlsregion, die ich frei vom Bart weg irgendwo zwischen dem Cerebrum (Großhirn) und dem Duodenum (Zwölffingerdarm) lokalisieren möchte. Mein Bauch gehört uns weiterlesen