The comfort of strangers

Hübsch herbstlich getönte Hoffnungsschimmer

von Michael Fürch

Es gibt Tage, die sind rund – sie verlaufen harmonisch, beginnen leise, haben einen oder mehrere Höhepunkte, klingen sanft und friedlich aus. Und es gibt Tage, die sind eckig – irgendwann läuft es in eine unerwartete Richtung, mit meist unangenehmen Wendungen, zurück bleibt ein Gefühl der Erleichterung, wenn sie vorbei sind. Aber es gibt auch Tage, die sind derart paradox, dass man Schwierigkeiten hat, die vergangenen 24 Stunden als ein Kontinuum zu begreifen, weil der Gesamtverlauf keinen Sinn ergibt und sich jeder Einordnung entzieht. Wie dieser, zum Beispiel.

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Hunde

von D.H.Elle

für M.B.

VORZÜGLICH darf nur einem Hund zuerkannt werden, der dem Idealstandard der Rasse sehr nahe kommt, in ausgezeichneter Verfassung vorgeführt wird, ein harmonisches, ausgeglichenes Wesen ausstrahlt, von großer Klasse ist und eine hervorragende Haltung hat. Seine überlegenen Eigenschaften seiner Rasse  gegenüber werden kleine Unvollkommenheiten vergessen machen, aber er muss die typischen Merkmale seines Geschlechtes besitzen.

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Editorial Oktober 2019

Liebe Leserin, lieber Leser

Nur ganz knapp sind wir einer politischen Katastrophe entgangen – könnte man meinen. Denn während sich einerseits verhalten darüber gefreut werden darf, dass wir einer Machtübernahme durch rechte Verschwörer vorerst entgangen sind, blicken wir einer komplexeren, verheerenderen Bedrohung ins Auge: dem Weltuntergang. Auf der ganzen Welt stehen tropische Wälder in Brand, zugunsten von Steak und Brotaufstrich.

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Kein Ort Nirgends

Joggen

von Timm Völker

Das Unheil begann am 11.12.2016, als der Vater mir sagte, ich solle etwas für meinen bald verfallenden Körper tun. Vier Monate später fing ich an, regelmäßig zu joggen. Es soll gegen tiefe Stimmung helfen und den Kopf frei machen.
Dass es bei mir zu ganz anderen Ergebnissen führte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.

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Future Mathe

Von Würfeln, Zeitschleifen und dem absoluten Standpunkt des Betrachters

von Patrice Lipeb

kleines Raumschiff treibt verloren in den Gestaden der Trunksucht. Ich schiebe Wache. Alle Mann unter Deck, Kapitän Ahab betritt die Brücke. Die Ratten haben das Schiff schon längst verlassen. Rauchschwaden züngeln unter schummrigem Licht. Leise klopft der Herbst an die Tür. Vor mir die letzten Gäste. Windschiefe Gestalten, Koksnasen und arme Säufer, allesamt auf der Suche nach ich weiß nicht wonach. Am Ende des Abends ist es egal, woher wir kommen. Am Ende ist das ganz egal! Wir bilden eine Schicksalsgemeinschaft aus Gestrandeten – jeder klammert sich ganz für sich allein an seine kleine Scholle Dreck in einem großen, weiten Ozean aus Einsamkeit und Nichts. Wir sind Gestrandete! Und wie Gestrandete teilen wir miteinander die letzten Habseligkeiten, die uns noch geblieben sind – unsere Erinnerungen.

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Interview

Glück für Dummies und Möchtegerndruffis

Das Glück, hier in Form von Hormonen, genauer: Serotonin, idealerweise aus körpereigenem Anbau, demnach biodynamisch übelst korrekt. Was hat es auf sich mit 5-HT, wie die Tiefeingeweihten dieses Stöffchen bezeichnen? Fragen wir jemanden, der sich damit auskennt – eine Person, dessen täglich Brot die Sorgen und Ängste, sprich: das Unglück, verunsicherter und sogenannter Wohlstandsmenschen ist.

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Open Call

Deepcase

Deepcase ist ein Kunstprojekt von Alexander Zenker und spielt auf der Webseite www.deepcase.de. Deepcase ist der Name eines fiktiven Unternehmens, welches auf dessen Homepage Kurzgeschichten verkauft, die das Unternehmen aus Neuronalen Netzen bezieht. Die Quellen der Stories sind meist Tathergänge oder Zeugenaussagen, denn Deepcase wird von wieder anderen Firmen aufgesucht, die mit Künstlicher “Intelligenz” handeln bzw. arbeiten (ob Hersteller von Software, Flugzeugen, Schuhe, Autos etc.).

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