Interview

Glück für Dummies und Möchtegerndruffis

Das Glück, hier in Form von Hormonen, genauer: Serotonin, idealerweise aus körpereigenem Anbau, demnach biodynamisch übelst korrekt. Was hat es auf sich mit 5-HT, wie die Tiefeingeweihten dieses Stöffchen bezeichnen? Fragen wir jemanden, der sich damit auskennt – eine Person, dessen täglich Brot die Sorgen und Ängste, sprich: das Unglück, verunsicherter und sogenannter Wohlstandsmenschen ist.

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Open Call

Deepcase

Deepcase ist ein Kunstprojekt von Alexander Zenker und spielt auf der Webseite www.deepcase.de. Deepcase ist der Name eines fiktiven Unternehmens, welches auf dessen Homepage Kurzgeschichten verkauft, die das Unternehmen aus Neuronalen Netzen bezieht. Die Quellen der Stories sind meist Tathergänge oder Zeugenaussagen, denn Deepcase wird von wieder anderen Firmen aufgesucht, die mit Künstlicher “Intelligenz” handeln bzw. arbeiten (ob Hersteller von Software, Flugzeugen, Schuhe, Autos etc.).

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Laguoile

Kontrolle, Zelte und der ganze Rest

Er hatte das Herz am rechten Fleck, grundsätzlich. Braungebrannt, dreitagebärtig, mit leuchtenden Augen. Leider war er auch uniformiert und mit einem klaren Auftrag am Start. Dafür hasste ich ihn in diesem Moment. » Das können Sie nicht mit in die Kabine nehmen «, sagte er und ließ dabei den beigen Stoffsack zwischen seinen Fingern und vor meinem Gesicht hin und her baumeln.

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Schwäbisch in Fraktur

Gedanken vom Ende der Welt

Zu Umweltschutz fällt mir nichts ein!
Zugegeben: Es braucht schon eine gehörige Portion Wohlwollen, um mir ein derart plumpes Wortspiel einfach so durchgehen zu lassen. Wurde hier doch gleich zu Beginn des Artikels, verehrte Bildungsferne, eine aus der Zeit gefallene Polemik, verfasst von Karl Krauss und adressiert an Adolf Hitler, auf das Billigste überspannt und semantisch üppig diffamiert, nur um schlussendlich vor einen fremden Karren gespannt zu werden.

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Reissig und Völker müssen reden (8)

– Das Prinzip Lustgreis im Spiritualkapitalismus oder Tote sind keine guten Konsumenten.

Für diese Ausgabe ihrer Konversationsreihe trafen sich Rising Reißig aka DJ Lustgreis (Arzt und Gastwirt) und Timm Völker (Patient und Musiker) im Mutterschiff aller Flüssigkonsummoscheen: dem Bierland zu Schleußig. Ihrer selbstauferlegten Doktrin folgend, versuchten sie am Thema der Ausgabe dran zu bleiben und eisernen Widerstand gegen den inneren Drang Phantasmagorien zu bilden anzukämpfen. Ob sie diesen Kampf gegen sich selbst bestehen, entnehmen Sie bitte dem folgenden Gesprächsausschnitt:

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Call the doctor

… oder die Langeweile als hinreichender Grund

Eigentlich sollte sich an dieser Stelle ein Interview über generative Musik befinden. Ich hatte vor, mit einem Menschen zu sprechen, der mich schon seit einiger Zeit durch seine Skills in VCV-Rack beeindruckt. Für alle, die nicht wissen, was es mit dieser fancy Tech-Deutsch-Neusprech-Vokabel auf sich hat, sei kurz umrissen, dass es sich um eine Open-Source-Software handelt, die auf einer recht puristischen Oberfläche das unfassbar breite Spektrum modularer Synthesizer-Systeme emuliert, aber das sei nur am Rande erwähnt, ohne der Tiefe von Software und Materie in meinen Erklärungen auch nur annähernd gerecht zu werden.

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KUNST IM NBL – Jirka Pfahl

Teppich knüpfen, wirken, flechten, drucken?

Seit der Auseinandersetzung mit den Faltungen – zuerst auf ästhetischer Ebene – erstelle ich mittlerweile Faltungen mit Hilfe eines Java-Programmes (und in Zusammenarbeit mit Nick de Hoog vom Exzellenzcluster Logik der Uni Konstanz). Habe ich früher eine gestalterische Auseinandersetzung mit der Fläche verfolgt, untersuche ich nun die Fläche mit Hilfe von Algorithmen. KUNST IM NBL – Jirka Pfahl weiterlesen