Editorial November 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kaum ein Monat weiß mit einer ähnlich hohen Treffsicherheit Launen zu vergällen wie der November. Sein Ruf könnte kaum schlechter sein. Daher wollen wir uns in dieser Ausgabe des Standort West dem Sorgenkind des Jahreszyklus widmen.

Er kann ja nichts dafür, macht ja auch nur seinen Job. Wie ambivalent dies anhand der Geschichtsträchtigkeit des Elften zu betrachten ist, wisst ihr bestimmt. Dennoch hilft uns Markus Pohle mit einer leserlichen Schweigeminute, eine kleine historische Einordnung vorzunehmen. Reissig und Völker begehen es hingegen ausnahmsweise etwas leger. Einen Auszug des Gesprächs, welches sie im Rahmen des Äther Lindenow hielten, entnehmt ihr der nunmehr vierzehnten (!) Ausgabe von Reißig und Völker müssen Reden. Von Begegnungen, so typisch für den November wie Kürbissuppe und Naselaufen berichtet uns Michael Fürch auf Seite 10. Freilich haben wir auch in dieser Ausgabe etwas fürs Auge beigelegt. So könnt ihr das Centerfold, gestaltet von Jerry Jordan zum Alternativthema dieser Ausgabe Nein, Eleven, auch gerne entnehmen und euren Kühlschrank damit schmücken. Oder was auch immer. Noch bis Mitte des Monats stellt außerdem Franz Pappelbaum im NBL aus, einen kleinen Teaser darauf findet ihr wie gewohnt unter Noch besser Kunst. Ganz besonders freuen wir uns über die erste Ausgabe unserer neuen Kolumne Abzeitz vom Westen des Schriftstellers Michael Schwessinger. Alle zwei Monate wird er uns Bericht erstatten von der scheinbar ambitioniertesten Kultur-Exklave Sachsens. Zeitz als Hoffnungsträger Dunkeldeutschlands. Abschließend wünschen wir euch prophylaktisch eine gute Besserung und bleibt uns gewogen, eure Redaktion

Hörempfehlung: For von Alva Noto