Editorial September 2019

Liebe Leserin, lieber Leser

Vor genau zwölf Monaten erhob sich der Standort West unter dem Themenschwerpunkt Zukunftspläne aus dem Staub eines gern übersehenen Programmhefts und widmet sich seitdem der zeitgeistkritischen Auseinandersetzung mit Kiez, Kunst und Weltgeschehen. Dass nun die „Jubiläumsausgabe“ erneut im fahlen Lichte eher düsterer Zukunftsvisionen entstand, ist dabei weniger traditionalistischen Intentionen geschuldet, als vielmehr der vermeintlich schicksalshaften Landtagswahl, welche zu Redaktionsschluss noch hart umkämpft wurde. Wenn ihr dies lest, ist es bereits geschehen.


Wie dunkel der Freistaat nun auch erscheinen mag, bleibt für die Lektüre dieser dem Anlass entsprechend ausgestalteten Ausgabe des Standort West weitestgehend gelassen, denn neben Beiträgen der hauseigenen Autoren Fürch, Lipeb und Völker, erwartet euch eine Grafik zum Herausnehmen, gestaltet von Luise Ritter. Des Weiteren erfährt die aktuelle Ausgabe durch einen lyrischen Beitrag von Johanna Schwedes und einen kurzen Erfahrungsbericht, verfasst von D.H. Elle, Stipendiatin des Literarischen Colloqium Berlin, signifikante Bereicherung.

Wie auch in den vergangenen Monaten freuen wir jedoch am meisten über eure kritischen Gedanken, Anregungen und Ideen rund ums Thema und den Standort West als eure zeitgeistkritische Kulturpostille der Häuser Besser Leben, Noch Besser Leben und Subbotnik. Tretet mit uns in Kontakt:
redaktion@standortwest.de

Bis dahin kommt bitte gut in den Herbst und bleibt uns gewogen,
eure Redaktion

HÖREMPFEHLUNG:
Krzysztof Penderecki – Therenody