EDITORIAL

Liebe Lesegemeinde!

Allerorts begegnet Mensch heutzutage einer umfassenden Rücksichtslosigkeit. Nicht nur auf dem weltpolitischen Parkett, den Kaufhallen und den rechtsfreien Räumen des Internets – Jeder ist sich selbst der nächste und einem nötigen Paradigmenwechsel wird höchstens in den Echokammern wohlhabender Nachbarschaften oder in den Essays belesener Akademiker und Akademikerinnen Rechnung getragen. Aus diesem Grunde sahen wir uns veranlasst, unter der Leitparole »Als gäb’s kein gestern« dem gegenwartsfixierten Habitus einer All-On-Demand-Gesellschaft eine bunte, kritische und dennoch unterhaltsame Ausgabe entgegenzusetzen.

A.R. gibt dabei in seiner Kurzen Knackupunktur eine kurze Einführung in die stetig wachsende Szene des Bio-Hackings und den darum entstehenden Markt. Patzy Love befasst sich in seinem Text » Opa Patzy erzählt vom Krieg « mit dem leidigen Thema verklärter Erinnerungen und bedrohlicher Geschichtsvergessenheit. Felix Henningsen berichtet in einem Gesrpäch mit Timm Völker von » der Zeit in den Dingen « – warum stehen wir auf Vintage-Artikel? Wir freuen uns außerdem, wieder Gastautoren begrüßen zu dürfen – Markus Pohle spricht von alternativen Zeitkonzepten, während uns John Sauter an seinen Impressionen vom Zentralfriedhof teilhaben lässt. Natürlich dürft ihr auch wieder einem Patientengespräch zwischen Rising Reißig und Timm Völker beiwohnen. Für den unterhaltsamen Mehrwert haben wir des Weiteren ein Kneipenbingo beigefügt, sowie Fotografien unter anderem von Lizette Ardelean. Darüber hinaus gibt es wieder eine kleine Übersicht aktueller Termine in den Häusern BL, NBL und Subbotnik. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht:

Eure Redaktion