APOTHEKENMUSEUM

Conversations-Lexicon der kaufmännischen Wissenschaften Eine vollständige Handlung-Encyklopädie für Banquiers, Kaufleute, Fabrikanten, Droguisten…und Geschäftsleute aller Art, Gera und Ronneburg 1835:

Axungia Hominis, Menschenfett: ein etwas festes, weißes, zartes, geruchloses Fett, welches ehedem gebräuchlich war und von gewaltsam getödteten Menschen genommen werden mußte.

Oeconomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirtschaft (1773-1858) von Johann Georg Krünitz:

Menschenfett: Man hält übrigens das Menschenfett für schmerzstillend, erweichend und zertheilend. Einige Ärzte rathen es innerlich zu nehmen in abzehrenden Krankheiten und zur Zertheilung des geronnenen Geblüts. Sonst aber wird es nur äußerlich gebraucht wider Flüsse, Zittern der Glieder und Lähmungen. Man bedient sich desselben auch in Beinbrüchen, Verrenkungen und Quetschungen der Nerven und Sehnen. Eine Salbe aus Menschenfett und Vitriol-Spiritus soll ein vortreffliches Mittel gegen die Trockenheit und Sprödigkeit der Glieder seyn.

Sächsisches Apothekenmuseum Leipzig, Thomaskirchhof 12, 1. Etage
Öffnungszeiten: 11:00-17:00 Uhr, Do. 14:00 bis 20:00Uhr, Mo. Geschlossen
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