Mission Lifeline – Leben retten ist unsere Pflicht

Unser Ziel besteht darin, in Seenot befindliche Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu bewahren. Dabei konzentrieren wir uns auf das Seegebiet, in dem aktuell am meisten Menschen weltweit sterben – dem zentralen Mittelmeer. Mit unserem Rettungsschiff sind wir im Suchgebiet entlang der libyschen Küste auf der Suche nach in Seenot geratenen Menschen. Dabei kooperieren wir mit anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen, um wirksam Menschen aus Seenot zu retten. Täglich wagen Menschen die gefährliche Überfahrt in seeuntauglichen Schlauchbooten.
Wir sehen dem Sterben der Menschen im Mittelmeer nicht tatenlos zu, während eine menschliche und politische Lösung auf sich warten lässt – und wir hoffen auf Ihre Mitwirkung, bei der realistischen Möglichkeit, vielen Menschen das Leben retten zu können.
Unser Rettungsschiff legt ab, wenn genug Spenden für die Missionen eingehen! Schon ein kleiner Betrag von 5 Euro ist ein wichtiger Beitrag! Seenotrettung kostet viel Geld. Um im Monat zwei Missionen fahren zu können, brauchen wir 1600,-€ am Tag. Darum bitten wir um eure Spenden.

UNSER SPENDENKONTO
Retten Sie mit uns gemeinsam Menschen im Mittelmeer!
MISSION LIFELINE e.V.
IBAN: DE85 8509 0000 2852 2610 08
BIC: GENODEF1DRS
Volksbank Dresden e.G.

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!

Für die Zusendung der Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Anschrift im Verwendungszweck an.

Wie alles begann

Oktober 2015. Die Temperaturen sanken, tausende Menschen waren auf der sogenannten „Balkanroute“ auf der Flucht vor Krieg und Terror. Im Fernsehen und in den Zeitungen sahen wir Bilder, die wir nicht ertragen konnten: Menschen die auf ihrer Flucht froren, hungerten und durch Schlamm wateten. Wir wollten nicht länger zuschauen und so fanden sich Freiwillige, um den ersten Hilfskonvoi aus Dresden zu starten – der „Dresden-Balkan-Konvoi“ war geboren.

Zunächst sammelten wir Sachspenden, die die Einwohner der Stadt schnell zu geben bereit waren, denn alle sahen die Not der Menschen. Am 12.11.2015 begaben sich dann drei Kleintransporter mit Anhängern nach Preševo (Serbien). Dort versorgten die Freiwilligen zusammen mit einem internationalen Team viele tausende Geflüchtete, die auf ihre Registrierung warteten. Die Spendenbereitschaft von den Bürgern war enorm und so konnten weitere Hilfskonvois realisiert werden.

Bereits im Dezember starteten die Aktivitäten der losen Gruppe in Griechenland. Zunächst beteiligten wir uns an der Unterstützung von Geflüchteten in Idomeni, bis das dortige Registrierungscamp Anfang Dezember zwischenzeitlich aufgelöst wurde. Dann fuhren wir zum nächsten Brennpunkt: die griechische Insel Chios. Dort halfen die Freiwilligen beim „Shoring“ – d.h. dem Suchen nach Booten und deren Empfang an Land. Mit heißem Tee und trockener Kleidung wurden die unterkühlten Menschen am Strand und in den Camps versorgt.
Mit der Schließung der „Balkanroute“ sank die Zahl derer, die über die Türkei nach Griechenland flüchteten – ein anderer Brennpunkt entwickelte sich: die Fluchtroute über das Mittelmeer. Wieder sahen wir Bilder von Menschen, die die Flucht mit Booten nicht überlebt haben oder vermisst werden.

Eine Handvoll Rettungsschiffe sind seither im Mittelmeer im Einsatz, es fehlt Unterstützung durch weitere Schiffe im Einsatzgebiet. Das war ausschlaggebend dafür, dass sich einige Freiwillige des Dresden-Balkan-Konvois auf die Seenotrettung konzentrieren wollten, während die Versorgung der Camps in Griechenland durch den anderen Teil der Gruppe weiter betrieben wurde.
So ging aus dem Dresden-Balkan-Konvoi der MISSION LIFELINE e.V. hervor, der seit April 2016 den Einsatz eines Rettungsschiffes im zentralen Mittelmeer plant und vorbereitet.

Und so ging es weiter…

Seit April 2016 haben wir mehrere Schiffe besichtigt, waren in Hamburg, Sassnitz und Rotterdam und haben den gesamten europäischen Schiffsmarkt abgesucht. Das passende Rettungsschiff benötigt ausreichend Platz für viele hundert Menschen, muss sparsam im Verbrauch, hochseetauglich und bezahlbar bleiben. Der Zustand sollte den sofortigen Einsatz erlauben. Nachdem wir bei acht Schiffsbesichtigungen keinen Erfolg hatten, bot uns eine andere NGO ihr Rettungsschiff zum Kauf an. Damit war auf einen Schlag die Suche beendet. Das fast komplett ausgestattete Rettungsschiff war an der ein oder anderen Stelle noch zu reparieren. Seit September ist es nun als LIFELINE im Einsatz!

Die Welt ist aus den Fugen geraten

Weltweit sind über 65 Mio. Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Vertreibung, Vergewaltigung, Folter und Hunger, darunter 42 Mio. Menschen Binnenflüchtlinge, die Schutz und Zuflucht im eigenen Land suchen. Etwa 18 Mio. Flüchtlinge sind in grenznahen Gebieten in Lagern des UNHCR unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht. Die Zahl der in den 28 EU-Staaten um Asyl Bittenden liegt bei nur 1,5 % aller Flüchtlinge. Mehr als die Hälfte der Menschen auf der Flucht sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.*
Europa baut immer höhere Zäune um seinen Reichtum zu schützen. Die Fliehenden sind gezwungen die unsicheren Boote zur Überquerung des Meeres zu besteigen. Es fehlen legale Wege, um das eigene Leben und das der Kinder in Sicherheit zu bringen.
Wir treten dafür ein, dass diese Menschen das Recht haben zu überleben. -Kein Mensch hat es verdient auf der Flucht vor dem Tod in der Wüste zu verdursten oder im Meer zu ertrinken.
*Quelle: www.unhcr.de

Mehr Informationen finden sich auf unserer Website: www.mission-lifeline.de