Verehrtes Phanton

Im Jahre 2012 entdeckt die Autorin des vorliegenden Buches, Kat Dogtok, erstmals in einem Waldstück außerhalb von Leipzig eine Art Signatur. Das eher beiläufig und zufällig anmutende Symbol ähnelt einer Zick-Zack-Linie und die Bedeutung erschließt sich ihr nicht.

In den folgenden Wochen, Monaten und Jahren stößt die Ethnologin und Sozialwissenschaftlerin
immer wieder in und um Leipzig auf eben jenes „Zickzack“. Es folgt eine intensive Suche nach weiteren Verewigungen sowie Nachforschungen nach
Urheberschaft und Bedeutung der Linie. Dogtok folgt der Spur und kann bezogen auf die Orte und Gegebenheiten in welchen das Zeichen auftaucht schnell ein Muster ausmachen.
Auch scheint das Phantom hinter dem Logo die gekennzeichneten Orte regelmäßig erneut
aufzusuchen und auch mehrfach zu markieren.
Die Omnipräsenz der Zeichen erinnert an Joseph Kyselak, Walter Josef OZ Fischer und die New Yorkerin PRAY, obgleich der oder die Urheber/in keine Buchstaben verwendet und daher nicht zu signieren scheint. Dennoch kann die Autorin einen Art Handschrift feststellen und sich in akribischer Detektiv-Arbeit auf das Werk einer einzelnen Person festlegen.
Die Wissenschaftlerin zieht Parallelen zu Gaunerzinken, den Kringeln des Hamburgers OZ dem Morse-Alphabet und interpretiert das Schaffen des Phantoms als ein dem Graffiti ähnliches Ich war hier-Phänomen ohne jedoch künstlerische Anleihen ausmachen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.