Briefe aus der Ferne

Liebe Freunde und Zurückgebliebene!

Viele Grüße vom Orinoko. Hier ist alles sehr wild und naturbelassen. Wir ankern grundsätzlich nur in 100m Entfernung vom Ufer, damit uns das Raubzeug nicht in der Nacht erwischt.

Es gibt tennisballgroße Moskitos und fauchendes, aggressives Federvieh im Wasser. Die Uferbereiche sind von zahllosen Wildschweinen zerwühlt. Man kann nur an stark befestigten Orten an Land gehen. Auch hört man allenthalben des Nächtens Wolfsgeheul. Wir bereuen mittlerweile keinerlei Schusswaffen an Bord zu haben.

Vielleicht bis bald, Olaf & Lena

Liebe Freunde,
so soll Urlaub sein: früh ausschlafen, opulent an Bord frühstücken, bißchen herumschippern, mittags an einem lauschigen Ort anlegen, Eis essen, in die Sonne blinzeln, Zeitung lesen, nach der Mittagshitze wieder los, Nachtlager bzw. lauschige Bucht suchen. Um 18h kaltes Bier aus dem Bordkühlschrank. Sonnenuntergang am See, Sternenhimmel, Mond und Kometen. Von leise plätschernden Wellen in den Schlaf gewiegt werden. Wir kommen nie mehr zurück.

Olaf und Lena