Editorial November 2018

Liebe Lesegemeinde!

Am 18.09.2018 verfaßte Katrin Göring-Eckardt ein Statement bezüglich Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen (Inhalt frei googelbar). Dort verwendete sie den Ausdruck „Gespür für Anstand“. Davon waren wir sehr beeindruckt und haben uns deshalb gefragt, was dieses „Gespür für Anstand“ denn überhaupt sei und haben es zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe auserkoren und erörtern diesen Topos unter verschiedensten Gesichtspunkten.

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Briefe aus der Ferne

An: Kultur
Betreff: angehaltenem Atem

Tag mann Ich heibe Marina. Ich will gerne Sie treffen. Ich denke, dass Sie bist ein anstandiger Person. Ich sende Ihnen mein Photo. Ich lebe seit in der Welt fast 34 jahr. Ich mochte jetzt nicht viel uber mein Leben hersagen, da es du moglicherweise nicht egal bist. Aber wenn du mich mogen, dann ich fur Ihren Brief abwarten. Ich traume davon einen ernsten, angemessenen Mann suche. Ich mochte es glauben, dass au?erdem du nach einer ernsthaften Beziehung suchst. Ich werde glucklich sein, wenn Sie mir Ihre Photo senden. Ich werde mit angehaltenem Atem Nachricht warten. Marina!

Kunst im Subbotnik – Thomas Düntsch

Das Subbotnik möchte kunstschaffenden Menschen einen Raum bzw. eine Plattform bieten. Nicht so sehr, um sich selbst zu produzieren, sondern vielmehr, um Menschen mit verschiedenen Graden an Kunstinteresse und/oder Verständnis einen möglichst niederschwelligen Zugang zu menschlichen Kulturleistungen aus den Bereichen Kunst und Musik bieten. Und am 8. Dezember ist es schon wieder soweit. Eine neue feine Ausstellung lauert im Hinterzimmer des Subbotniks auf arglose Kneipenbesucher.

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Annehmen und gehört werden – ein Gespräch über Gewaltfreie Kommunikation

Manchmal fällt es schwer anständig zu bleiben. Der Blick in die Zeitung, die Begegnung mit dem SUV an der Kreuzung oder ein aggressiver Gesprächsfetzen am Tresen können schnell dazu führen, die Fassung zu verlieren. Wie es trotzdem klappen könnte, dass wir miteinander klar kommen und uns selbst dabei vielleicht sogar glücklicher machen, davon erzählt Joanna Quehenberger, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation. Annehmen und gehört werden – ein Gespräch über Gewaltfreie Kommunikation weiterlesen

Opa Anstand

Über dem Laden wohnen ein paar Menschen, die uns offenbar nicht mögen. Zumindest lieben sie uns nicht ganz so sehr, wie Ihr es tut. Sie sagen, wir seien zu laut, und beißender Qualm würde zwischen den Dielen im Wohnzimmer aufsteigen, was natürlich die heimelige Atmosphäre einer Nichtraucher-Zweck-WG nachhaltig beeinträchtig. Zu guter Letzt seien die in loser Formation geparkten Fahrräder vor dem Laden nichts weniger als eine Zumutung. << Hört, hört! >> 

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